Art Investment

Art Investments und Kunstsammlungen entstehen oft aus einer Gemengelage zwischen Passion und Profit. Im Gegensatz zu Sachwerten und Geldanlagen an Finanzmärkten gilt für Kunst: Nicht breit streuen, sondern sich auf einem Gebiet spezialisieren. Das gilt insbesondere für zeitgenössische Kunst. Denn im Gegensatz zu Finanzprodukten, die öffentlich und täglich taxiert, auf Börsenplattformen kontrolliert und von Behörden beobachtet werden, entstehen bei Kunstwerken Preise durch Provenienz, Auktionsergebnisse und einem undurchsichtigen Gossiping über Kunst, angefeuert durch Galeristen, Händler, Messemarketing, Ausstellungen, einer Kunstkritik bei der nie ganz klar ist, welche Interessen sie vertritt. Der Bekanntheitsgrad eines Künstlers trägt maßgeblich zur Preisfindung bei.

Mit dem richtigen Gespür und einem entsprechenden Berater an der Hand ist es nicht ungewöhn-lich, daß  man auf die richtigen Künstler setzt. Gerhard Richter hat seine „Kerzen“-Bilder 1982 zu Preisen zwischen 16 000 und 24 000 Deutschen Mark angeboten. Er fand keine Käufer. In der Herbstauktion 2011 fiel der Hammer in der Londoner Christie’s Repräsentanz bei 10 457 250 britischen Pfund (11,98 Millionen Euro). Ähnlich verhält es sich anderen Werken zeitgenössischer Künstler. Anders jedoch als bei Finanzprodukten steigert bereits der Aufbau einer Sammlung die Lebensqualität, denn letztendlich liegt das Bedeutungs- und Wertbildungspotential beim Käufer.

Für jüngere Sammler, die noch nicht über ein Vermögen frei verfügen können, empfielt sich der Aufbau von Kunstwerten über Editionen. Oft bringen gute Editionen von Spitzenkünstlern ein Vielfaches von einem Original eines schlechten Künstlers ein.

Bei zeitgenössischen Künstlern gilt insbesondere bei Käufen im Inland § 26 Urhebergesetz, dem sog. Folgerecht, daß 5% des Erlöses an den Künstler gehen. Das Folgerecht erlischt erst 70 Jahre nach dem Tod des Künstlers oder einem Kauf unter 50 €. Bei Käufen im Ausland – außerhalb Deutschlands – ist das Folgerecht zur Zeit noch nicht durchsetzbar.

In nicht regulierten Märkten wie dem Kunstmarkt ist es von Vorteil einen Berater an der Seite zu haben, um nicht auf das eine oder andere Investment reinzufallen.

 

Art Investment/aus unserem Kunstportfolio

René Mageritte,

L’Évidence eternelle II,

1948

Öl auf Leinwand, auf Karton montiert

1,9 x 1,2 m

Zweitfassung im Metropolitan Museum of Art, New York

Preis auf Anfrage

Art Investment und Steuern

Bei Käufen von Privatpersonen ist der Gewinn nach Ablauf der Spekulationsfrist von einem Jahr, gem. § 23 EStG, einkommensteuerfrei. Bei Unternehmern sind es unternehmsbezogene Geschäfte und gehen daher in das Betriebsvermögen ein.

Insbesondere für mittlere Privatvermögen (ab 1 Mio.) wird die Erbschaftssteuer für die Hinterbliebenen belastend. Neben den Freibeträgen für Ehegatten von 500.000 € und für direkte Kinder/Stiefkinder  400.000 € kann der gemeine Wert des Werkes, § 9 Abs. 2 S 1 Bewertungsgesetz, abgezogen werden. Dazu können Verkaufsprovisionspauschalen, etc, gem. § 13 Abs 1 S 2 EStG, geltend gemacht werden. Faustregel: ca. 51% müssen versteuert werden. Fragen Sie unser Team.

Praktischer Tipp: Gerne versichern wir Ihre Sammlung auch zu sehr günstigen Konditionen.

Ältere Kunst hingegen gilt immer noch als „sichere“ Bank. Eine konservative Grundstimmung vermögender Käufer garantiert eine anhaltende Wertbeständigkeit. Unter dem Blickwinkel der Investition lohnt sich auch ein Künster aus der „zweiten Reihe“oder ein Bureau plat mit einer entsprechenden Provinienz. Gerne unterstützen wir Sie bei der Umsetzung Ihrer Wünsche.